Die Mykerinos-Pyramide ist die kleinste der drei Gizeh-Pyramiden. Im Vergleich ist sie auch die "schludrigste", denn von einer Überpräzision wie bei der Cheopspyramide ist hier absolut nichts zu sehen, sie wirkt - aus der Nähe betrachtet - richtig "hingeschustert". Selbst die Chephren-Pyramide, die (im Vergleich zur Cheopspyramide) auch nicht gerade präzise genannt werden kann, weist bei den Steinblöcken nicht solche "Schludrigkeiten" auf.
Hier wurden schon mal Zwischenräume bis zu rund zwanzig Zentimetern inkauf genommen, die man teilweise mit einer Art Mörtel mehr schlecht als recht verkleistert hat.
Als einzige der drei Pyramiden besitzt die des Mykerinos im unteren Bereich noch eine Granitverkleidung. Die hier verbauten Blöcke sind jedoch auch nur auf der Vorderseite und ein Stück der Seiten geglättet. An der Rückseite machte man sich erst gar nicht die Arbeit, die Blöcke auch nur annähernd zu glätten - wohl nach dem Motto: Sieht ja doch niemand!
Da auch rund um die Chephren-Pyramide jede Menge bearbeiteter Granitblöcke herum liegen, kann man davon ausgehen, dass auch diese Pyramide im unteren Bereich einst so verkleidet war. Möglicherweise auch die Cheopspyramide, hier hat man jedoch - sollte es so gewesen sein - die Blöcke inzwischen weggeräumt.
(Die Bilder kann man durch Anklicken vergrößern)
Die Nordseite
Die Pyramide war einst im unteren Bereich rund acht Meter hoch mit Granitblöcken verkleidet, die noch relativ gut erhalten sind. Allerdings sind sie nur um den Zugang (nachträglich?) glatt bearbeitet. Kaum erkennbare Hieroglyphen-Einritzungen links neben dem Zugang sollen angeblich aussagen, dass Pharao Ramses II. diese Restaurierung vorgenommen habe.
Der Zugang auf der Nordseite
Die Nordost-Ecke
Die Westseite
Die Ostseite
An der Ostseite ist auch der Totentempel an die Pyramide angebaut
Die Südseite
Linkes Bild: Durchgang zur Ost-West-Kammer
Rechtes Bild: Abgang zur Hauptkammer
Die Ost-West-Kammer
Die Hauptkammer
In der Mykerinos-Pyramide, als sie noch nicht für den Tourismus geöffnet war
(nur gegen happiges Bakschisch):
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© 2011 Gernot L. Geise